Junger Ankauf

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Emeka Ogboh - Oshodi Stock Exchange

2018

Emeka Ogboh wurde 1977 in Enugu, Nigeria geboren. Er lebt und arbeitet in Berlin und in Lagos. 2001 schloss er sein Studium der Fine & Applied Arts an der University of Nigeria Nsukka ab. Hauptthema seines multimedialen Werks ist die Auseinandersetzung mit kultu-reller Identität in Beziehung zu ihrer globalisierten Gegenwart.

© Emeka Ogboh and courtesy the artist

Oshodi Stock Exchange, 2014/2016, 6 Kanal Audio

Die Sound-Arbeit Oshodi Stock Exchange ist Teil einer jeweils ortspezifisch realisierten Serie und versetzt den oder die Besucher/in akustisch in die ökonomischen Realitäten von Lagos, Nigeria. Der Künstler hat hierzu einen Soundtrack entwickelt, der Aufnahmen von Stimmen werbender Straßenhändler und Soundscapes aus Lagos mit Klavierpartituren des Berliner Komponisten Kristian Kowatsch kombiniert. Das Resultat ist eine Geräuschkulisse, die in der Schnelllebigkeit des Alltags wenn überhaupt als Lärm wahrgenommen wür-de, durch die Bühne eines Ausstellungskontextes jedoch die Intensität und Diversität einer Megacity in all ihren nahezu orchestralen Elementen offenbart. Bei Oshodi Stock Exchange tauchen die Besucher/innen in eine soziale Soundskulptur ein: Eine konkrete Busstation (Oshodi) in Lagos, auf der auch mit Waren gehandelt wird. Dieser sozio-ökonomische Schmelztiegel bringt real Menschen verschiedenster Kulturen in einer Stadt zusammen. Ganz anders als der anonyme, digitalisierte globale Aktienmarkt (auf Englisch ebenfalls „stock exchange“). So gelingt dem Künstler ein eindrückliches und persönliches Porträt von Lagos, eine Installation, für deren Präsentation er jedes Mal ein kadmiumgelb gestrichenes Setting schafft. Damit schärft Ogboh neben unserem akustischen Sinn auch die visuelle Wahrnehmung und beflügelt die Vorstellungskraft.

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