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Laís Amaral - Os olhos da noite
2026
Laís Amaral wurde 1993 in São Gonçalo, Rio de Janeiro, Brasilien geboren. 2017 schloss sie ihr Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit an der Universidade Federal Fluminense (UFF), Niterói, Brasilien ab. Im selben Jahr begann ihre künstlerische Laufbahn als Mitbegründerin des Künstlerinnenkollektivs Trovoa, womit sie sich und anderen einen sicheren Raum für die Entwicklung einer nicht-weißen Kunstszene schuf, die überwiegend aus Frauen bestand. Im selben Jahr war Laís Amaral Teil diverser Gruppenausstellungen, 2018 zeigte sie ihre erste Soloausstellung Vazante in Rio de Janeiro. 2022 präsentierte Amaral erstmals Arbeiten außerhalb Brasiliens bei M+B in Los Angeles. Es folgten weitere internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, u.a. in der HOA Gallery, São Paulo (2023), bei Mendes Wood DM, Brüssel (2023), im Asia Art Center, Taipei (2023) bei Mendes Wood DM, New York (2024), in der Maison La Roche, Paris (2025), in der Goodwood Art Foundation, Chichester (2025), Gwangju Biennale, Südkorea (2026).
Os olhos da noite, 2026, Acryl und Stift auf Leinen, 160 × 120 cm
Laís Amarals künstlerische Praxis ist von ihren persönlichen Erfahrungen als junge brasilianische Frau und der gesellschaftspolitischen Lage in Brasilien geprägt und befasst sich mit Themen wie Umweltzerstörung und ethnischer und geschlechtlicher Identität. Mit ihrer Kunst möchte Amaral verborgene Geschichten aufdecken und so den Dialog über diese wichtigen Themen anregen.
Das Gemälde Os olhos da noite (2026) besteht aus mehreren Schichten Acrylfarbe und Kugelschreiber. Laís Amaral schuf einen dunklen Untergrund, der von zahlreichen feinen Linien durchzogen ist, die mal deutlicher durchscheinen und dann wieder eins mit der Dunkelheit werden. Winzige orange-rote Punkte sammeln sich wie kleine Lichtpunkte in diesem Netz aus Linien und lassen das Werk wie eine Topographie bei Nacht wirken. Amaral selbst beschreibt ihr Werk als eine Darstellung des Nachthimmels an einem entlegenen Ort, fernab der Zivilisation, worauf auch der Titel – auf Deutsch „Die Augen der Nacht“ – verweist.