Perlensucher
Yayoi Kusama - Sunset, 2011 / Conversations in Heaven, 2012 / Seeking the Soul, 2012
2025
Als einflussreiche Vertreterin der internationalen Nachkriegskunst zählt Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto, Japan) zu den wichtigsten Künstlerinnen der Gegenwart. Bekannt wurde sie durch ihre ikonischen Polka Dots, Kürbisskulpturen und verspiegelten Infinity Rooms, die Malerei, Skulptur, Installation, Performance und Literatur verbinden. Ihr Werk ist stark von persönlichen Erfahrungen wie Halluzinationen und psychische Ängste geprägt und kreist um Themen wie Unendlichkeit, Selbstauflösung, Sexualität und Machtstrukturen.
Nach einer künstlerischen Ausbildung in Kyoto emigrierte Kusama 1958 in die USA und lebte bis Anfang der 1970er Jahre in New York, wo sie mit provokanten Happenings, Installationen und ihren „Infinity Nets“ internationale Aufmerksamkeit erlangte. 1973 kehrte Kusama nach Japan zurück, wo sie neben der bildenden Kunst auch Romane und Gedichte veröffentlichte. Seit den 1990er Jahren erfährt ihr Werk weltweit große Anerkennung, unter anderem durch ihre Teilnahme an der Biennale von Venedig 1993. 2017 wurde ihr in Tokio ein eigenes Museum gewidmet; Kusama lebt und arbeitet bis heute dort.
Sunset, 2011
Conversations in Heaven, 2012
Seeking the Soul, 2012
Mit dem Ankauf dreier Werke von Yayoi Kusama wird die Sammlung des Museum Ludwig um zentrale Arbeiten aus ihrem späten Schaffen erweitert. Seeking the Soul und Conversations in Heaven aus dem Jahr 2012 sowie Sunset von 2011 thematisieren Kusamas lebenslange Auseinandersetzung mit Unendlichkeit, Spiritualität und der Auflösung des Selbst, visualisiert durch die charakteristischen Netze, seriellen Muster und leuchtenden Farbflächen. Die Werke veranschaulichen Kusamas konsequente Beschäftigung mit Wiederholung als künstlerischem und existenziellem Prinzip und stehen zugleich exemplarisch für die Verbindung von Malerei, Meditation und subjektiver Welterfahrung.