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Anna Boghiguian - Ein Gedicht / 88 Zeichnungen ohne Titel (zu Konstantinos Kavafis)

2024

Anna Boghiguians (*1946 in Kairo) Werk umfasst figurative Wandmalereien, (Notiz-)Bücher, Zeichnungen, Gemälde, Fotografien und Skulpturen, sowie großformatige, oft ortsspezifische Installationen. Sie arbeitet häufig spontan vor Ort und versteht sich als einfühlsame Beobachterin des menschlichen Daseins. Sie oszilliert inhaltlich zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Dichtung und Politik, Geschichte und Literatur und schafft Kunstwerke, die eine global vereinte Menschheit feiern und zugleich die Nachwirkungen historischer Konflikte reflektieren.

Anna Boghiguian, Ein Gedicht / A Poem, 2024
Ausstellungsansicht: Anna Boghiguian, Ein Gedicht, 2024 © Anna Boghiguian
Anna Boghiguian, Serie von 88 Zeichnungen ohne Titel (zu Konstantinos Kavafis) / Series of 88 untitled drawings (on Constantine Cavafy), 1995–1996 (Ausschnitt / excerpt)
Ausstellungsansicht: Anna Boghiguian, Serie von 88 Zeichnungen ohne Titel (zu Konstantinos Kavafis), 1995–1996 (Ausschnitt) © Anna Boghiguian

2024 wurde Anna Boghiguian der 30. Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig verliehen. Für das Museum entwarf sie die ortsspezifische multimediale Rauminstallation Ein Gedicht, in der sie das Gedicht „Die Schlacht bei Magnesia“ (1913) und weitere Schriften des Poeten Konstantinos Kavafis mit Skulpturen, Cut-Outs und Zeichnungen zu einer expressiven Darstellung verknüpft und mit ihnen Bezüge zur Gegenwart schafft. Ergänzt wird diese Arbeit durch eine Serie von 88 Zeichnungen ohne Titel (zu Konstantinos Kavafis), die sich auf Kavafis‘ Gedichte über Geschichte und Dekadenz der hellenistischen Epoche in Ägypten beziehen. Boghiguians Werk besticht durch Direktheit, Expressivität und eine poetische Sicht auf die Welt. Gastjurorin Carolyn Christov-Bakargiev betont, wie gut die Einzigartigkeit ihres Schaffens mit den starken expressionistischen Positionen des Museum Ludwig korrespondiert.

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