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HIER UND JETZT im Museum Ludwig - Günter Peter Straschek. Emigration – Film – Politik

3. März - 15. Juli 2018

Günther Peter Straschek (1942–2009) war Filme­mach­er, His­torik­er und einer der ersten Erforscher der europäischen Filmemigration. Seine Filmemigration aus Nazideutschland (1975) gehört zu den beeindruckensten Dokumentarfilmen der deutschen Fernsehgeschichte. Nach Jahren im Archiv des WDR rückte das Museum Ludwig diesen Film erstmals ins Zentrum einer Ausstellung. Straschek ließ in seinem fünfstündigen Werk über 2.000 vor den Nazis geflüchtete Filmleute zu Wort kommen. Zu se­hen war auch sein ri­g­oros­es Früh­w­erk, darun­ter zum er­sten Mal der Kurz­film Ein West­ern für den SDS, der 1968 besch­lag­nahmt, nie aufge­führt und eben de­shalb zur Le­g­ende wurde. Dieser Film hatte zur Folge, dass Straschek der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin verwiesen wurde. Der israelisch-deutsche Künstler Eran Schaerf (*1962) entwickelte für die Ausstellung eine Architektur, die die Themen „Emigration – Film – Politik“ reflektierte.

Installationsansicht „HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Günter Peter Straschek. Emigration – Film – Politik“ Museum Ludwig, Köln © Rheinisches Bildarchiv Köln, Foto: Achim Kukulies
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