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Diamond Stingily - Elephant Memory #27

2020

Diamond Stingily wurde in Chicago, Illinois geboren. Sie ist sowohl Künstlerin als auch Poetin und präsentierte ihre Werke bereits in zahlreichen Lesungen, Performances, sowie Gruppen- und Einzelausstellungen. Stingily arbeitet vornehmlich in den Medien Skulptur, Readymade und Video und beschäftigt sich dabei autobiografisch mit ihren eigenen Erin-nerungen. Sie verwendet häufig alltägliche Objekte und adaptiert sie in neue Kontexte, um Gegensätzliches zu vereinen. Ihre Kunst thematisiert „racial identity“, Herkunft, soziale Klasse, Gender und Rassismus mit einem Unterton von Schmerz und Gewalt.

Elephant Memory #27, 2019 Courtesy die Künstlerin und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin

Elephant Memory #27, 2019, Kunsthaar, verzinkte Stahlketten, verzinkte Stahlhaken, 400 × 45 × 5,5cm

Elephant Memory #27 verbindet verflochtenes, schwarzes Kunsthaar mit drei schweren Stahlketten; zwei Materialien, die in ihrer Haptik und Optik verschiedener nicht sein könnten. Der Titel der Serie Elephant Memory, die aus einer Vielzahl an Ketten und Kettenarrangements besteht, bezieht sich auf weibliche Elefanten und deren Herden. Die Tiere entwickeln eine starke Bindung zu ihren Artgenossen, schließen Freundschaften und trauern um Verstorbene. Mit diesem Bild nimmt Stingily metaphorisch Bezug auf die Frauen ihrer eigenen Familie und die Verflochtenheit der Einzelnen miteinander. Das Kanekalon Haar – ein zentraler Gegenstand in Stingilys Oevre – ist ein Merkmal afroamerikanischer Frisuren und somit auch ein Zeichen der Kultur und Identität. Stingily verbrachte als Kind viele Stunden im Friseursalon ihrer Mutter und empfindet das Flechten von Haaren als meditativen Vorgang. Die Zöpfe mit den ausgefransten Abschlüssen erzeugen ein Bild der fragmentarischen Anwesenheit des Körpers und wecken zeitgleich die Assoziation von Schmuck und Fesseln.

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